Wie richte ich eine Kindersicherung auf dem Handy ein?

Mit Family Link auf Android und Bildschirmzeit auf dem iPhone setzen Sie in 20-30 Minuten Limits für Zeit, Apps und Inhalte.

Kanepede oturan ebeveyn, elindeki telefondaki ayarlar ekranını yanındaki çocuğa gösteriyor; sehpada tablet ve not defteri var.

Kurze Antwort

Auf Android richten Sie ein Google-Konto für Kinder unter 13 ein, installieren Family Link auf dem Kindergerät und verknüpfen es mit Ihrem Konto; Zeitlimits und App-Freigaben steuern Sie danach von Ihrem eigenen Handy. Auf dem iPhone öffnen Sie Einstellungen > Bildschirmzeit, legen einen eigenen vierstelligen Code fest und aktivieren die Beschränkungen. Das Ganze dauert 20-30 Minuten.

Das brauchst du

Handy des Kindes (Android 9 oder neuer bzw. iOS 16 oder neuer)
Eigenes Handy der Eltern
Google-Konto oder Apple-ID der Eltern samt Passwort
WLAN-Verbindung
Geburtsdatum des Kindes
Zettel und Stift oder ein Passwortmanager für die neuen Codes

Schritt für Schritt

01

Handy und Konto vorbereiten

Verbinden Sie das Handy des Kindes mit dem WLAN und installieren Sie Updates über Einstellungen > System > Systemupdate (iPhone: Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate). In älteren Versionen fehlen einzelne Menüs der Kindersicherung. Der Akku sollte mindestens 50 Prozent haben, da das Gerät mehrfach neu startet.

02

Kinderkonto auf Android anlegen

Installieren Sie Google Family Link auf Ihrem eigenen Handy und legen Sie über „Familiengruppe erstellen" die Gruppe an. Gehen Sie dann auf dem Kindergerät zu Einstellungen > Google > Jugendschutzeinstellungen > Starten und erstellen Sie ein Konto für unter 13-Jährige oder wählen ein bestehendes aus. Das Geburtsdatum bestimmt die Standardfilterstufe, geben Sie es korrekt ein.

03

Beide Handys verknüpfen

Tippen Sie den neunstelligen Kopplungscode vom Kinderhandy in Ihre Family-Link-App und bestätigen Sie am Kindergerät mit Ihrem Google-Passwort. Erteilen Sie im letzten Schritt die Berechtigung „Geräteadministrator", sonst funktioniert das Sperren aus der Ferne nicht. Die Kopplung dauert etwa 5 bis 10 Minuten.

04

Bildschirmzeit und App-Limits setzen

Tippen Sie in Family Link auf den Namen des Kindes und gehen zu Einstellungen > Bildschirmzeit > Tageslimit. Tragen Sie zum Beispiel 1 Stunde an Schultagen und 2 Stunden am Wochenende ein und legen die Schlafenszeit auf 21:00 bis 07:00 Uhr. Unter „Apps" vergeben Sie einzelne Limits, etwa 30 Minuten täglich für YouTube.

05

Bildschirmzeit auf dem iPhone aktivieren

Gehen Sie auf dem iPhone des Kindes zu Einstellungen > Bildschirmzeit > Bildschirmzeit-Code verwenden und legen einen vierstelligen Code fest, den das Kind nicht kennt. Er muss sich vom Gerätecode unterscheiden. Hinterlegen Sie Ihre Apple-ID zur Wiederherstellung, dann müssen Sie das Gerät bei einem vergessenen Code nicht zurücksetzen.

06

Inhaltsfilter am iPhone einstellen

Öffnen Sie Einstellungen > Bildschirmzeit > Beschränkungen und aktivieren Sie den Schalter. Wählen Sie unter Inhaltsbeschränkungen > Web-Inhalt die Option „Zugriff auf Websites für Erwachsene einschränken". Setzen Sie die Altersfreigabe für Apps auf 9+ oder 12+ und stellen unter „Käufe im iTunes & App Store" die Option „Apps installieren" auf „Nicht erlauben".

07

Beschränkungen testen

Versuchen Sie auf dem Kinderhandy, eine gesperrte Website zu öffnen und eine App zu laden; beides muss blockiert werden. Öffnen Sie außerdem eine App mit Zeitlimit und prüfen, ob der Hinweis „Ein Limit ist erreicht" erscheint. Der Test dauert fünf Minuten und zeigt sofort, welche Einstellung noch fehlt.

08

Codes notieren und mit dem Kind sprechen

Schreiben Sie den Bildschirmzeit-Code und das Google-Passwort auf einen Zettel oder in einen Passwortmanager. Erklären Sie dem Kind die Regeln offen, denn heimlich eingerichtete Kontrollen enden häufig im Versuch, das Handy zurückzusetzen. Prüfen Sie die Limits alle drei Monate und passen sie dem Alter an.

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Tipps

Wenn Sie in Family Link den „Standort" aktivieren, sehen Sie das Handy des Kindes auf der Karte. Dafür müssen die Ortungsdienste an und die Akkuoptimierung für die App aus sein.
Installieren Sie auf Android YouTube Kids statt der normalen App. Bei Konten für unter 13-Jährige läuft die Haupt-App ohnehin eingeschränkt und das Kind kann keine Kommentare schreiben.
Über Einstellungen > Bildschirmzeit > Kommunikationslimits legen Sie fest, dass das Kind nur mit Nummern aus der Kontaktliste telefonieren darf.
Auch Mobilfunkanbieter wie Telekom, Vodafone und O2 bieten kostenlose Jugendschutzfilter auf Tarifebene, die Sie über den Kundenservice oder das Kundenkonto aktivieren.
Für eine einmalige Ausnahme nutzen Sie „Bonuszeit" in Family Link oder „Noch eine Minute" am iPhone. So geben Sie Extrazeit, ohne die Grundeinstellung zu ändern.

Achtung

Verwenden Sie für die Bildschirmzeit nie denselben Code wie für die Gerätesperre und überspringen Sie die Apple-ID zur Wiederherstellung nicht. Ohne Code lassen sich die Beschränkungen nur durch vollständiges Zurücksetzen entfernen, dabei gehen Fotos und Nachrichten verloren. Unter Android greifen Fernsperre und Zeitlimits ohne die Berechtigung „Geräteadministrator" stillschweigend nicht.

Häufige Fragen

+Kann das Kind die Kindersicherung selbst entfernen?

Ohne Code nicht, über ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen aber schon. Bei Android muss das Konto nach dem Reset erneut hinzugefügt werden, beim iPhone bleibt der Bildschirmzeit-Code an Ihre Apple-ID gebunden.

+Bis zu welchem Alter funktioniert Family Link?

Mit 13 Jahren wird das Konto zu einem Erwachsenenkonto und das Kind kann die Aufsicht selbst beenden. Sie erhalten dazu eine Benachrichtigung und können die Aufsicht bei gegenseitigem Einverständnis fortsetzen.

+Müssen beide Handys von derselben Marke sein?

Nein. Family Link läuft auch unter iOS, Sie können ein Android-Kinderhandy also vom iPhone aus verwalten. Apples Bildschirmzeit funktioniert über die Familienfreigabe dagegen nur zwischen Apple-Geräten.

+Gilt die Kindersicherung auch für mobile Daten?

Ja. App-Limits und Schlafenszeit wirken unabhängig von der Verbindungsart. Der Webfilter greift in Chrome und Safari auch bei Seiten, die über das Mobilfunknetz geöffnet werden.

+Löscht die Einrichtung die Daten des Kindes?

Nein, vorhandene Fotos, Nachrichten und Apps bleiben erhalten. Nur der Zugriff auf einzelne Apps wird eingeschränkt, und beim Wechsel zum Kinderkonto verlangen manche Apps eine neue Anmeldung.

Quellen und Prüfung

Zuletzt geprüft: 15. September 2026. sag uns Bescheid. Menübezeichnungen folgen der deutschen Systemsprache von Android und iOS; Filter auf Tarifebene richten sich nach den Angeboten deutscher Mobilfunkanbieter.

Dieser Inhalt dient der Information; bei Behördengängen gelten die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle. Details: Haftungsausschluss.

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