Wie finde ich hohe RAM-Auslastung im Task-Manager?

So spüren Sie im Windows Task-Manager die größten Speicherfresser auf, beenden sie sauber und bremsen Autostart-Einträge aus.

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Kurze Antwort

Öffnen Sie den Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc und klicken Sie auf der Registerkarte Prozesse auf die Spaltenüberschrift Arbeitsspeicher, damit der größte Verbraucher oben steht. Markieren Sie den unnötigen Prozess und klicken Sie auf Task beenden. Deaktivieren Sie anschließend unter Autostart-Apps die Einträge mit hoher Auswirkung. Das verkürzt den Systemstart und gibt zusätzlich RAM frei.

Das brauchst du

Rechner mit Windows 10 oder Windows 11
Benutzerkonto mit Administratorrechten

Schritt für Schritt

01

Task-Manager öffnen

Drücken Sie gleichzeitig Strg + Umschalt + Esc. Alternativ klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Start-Schaltfläche und wählen Task-Manager. Öffnet sich nur die schlanke Ansicht, klicken Sie unten auf Mehr Details.

02

Prozesse nach Arbeitsspeicher sortieren

Wechseln Sie zur Registerkarte Prozesse und klicken Sie auf die Spaltenüberschrift Arbeitsspeicher. Die Liste sortiert sich neu, der größte RAM-Verbraucher steht oben. Über den Pfeil links neben einem Eintrag klappen Sie Unterprozesse auf und sehen genau, welcher Teil die Last erzeugt.

03

Speicherfresser beenden

Markieren Sie den Prozess, den Sie gerade nicht brauchen, und klicken Sie unten rechts auf Task beenden. Wächst der Wert eines Programms ohne Ihr Zutun immer weiter, liegt meist ein Speicherleck vor: Schließen und neu starten hilft. Systemprozesse mit Windows im Namen lassen Sie unangetastet.

04

Autostart-Apps ausdünnen

Öffnen Sie die Registerkarte Autostart-Apps und sehen Sie sich die Spalte Startauswirkung an. Alles mit dem Eintrag Hoch, das Sie nicht bei jedem Start brauchen, markieren Sie und klicken auf Deaktivieren. Das verkürzt den Bootvorgang und hält Hintergrundprozesse aus dem Arbeitsspeicher heraus.

05

Hängenden Dienst stoppen

Lässt sich etwas über Prozesse nicht schließen, wechseln Sie zur Registerkarte Dienste und notieren die PID der betreffenden Zeile. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie taskkill /F /PID Nummer aus. Oft genügt auch ein Rechtsklick auf den Dienst und Beenden oder Neu starten.

06

Mit den Details tiefer graben

Bleibt das Problem, öffnen Sie die Registerkarte Details. Dort sehen Sie zu jedem Prozess die PID, den Status, den ausführenden Benutzer und eine Beschreibung. Per Rechtsklick auf eine Spaltenüberschrift und Spalten auswählen ergänzen Sie weitere Speicherwerte wie die Zusicherungsgröße.

07

Gesamtauslastung prüfen

Sehen Sie unter Leistung im Bereich Arbeitsspeicher nach, wie viel RAM belegt und wie viel verfügbar ist. Liegt die Auslastung nach dem Aufräumen dauerhaft über 90 Prozent, steckt das Problem nicht in einem einzelnen Programm, sondern in der Kapazität. Dann lohnt eine Speichererweiterung.

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Tipps

Wissen Sie bei einem Prozess nicht, worum es sich handelt, klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an und wählen Online suchen. So beenden Sie nichts blind.
Die Registerkarte App-Verlauf zeigt inzwischen Store-Apps und klassische Programme gemeinsam. Dort erkennen Sie, welche Anwendung über einen längeren Zeitraum Ressourcen gezogen hat.
Auf den meisten Rechnern ist der Browser der größte Speicherverbraucher. In Chrome und Edge öffnen Sie mit Umschalt + Esc den eigenen Task-Manager und sehen den Bedarf pro Tab.
Kommt derselbe Prozess nach jedem Neustart mit hohem Speicherbedarf zurück, aktualisieren oder deinstallieren Sie das Programm statt es nur zu beenden. Lecks sind meist Versionsfehler.

Achtung

Beenden Sie keine Systemprozesse, deren Namen Sie nicht kennen. Wer Kernprozesse wie csrss.exe oder wininit.exe abschießt, riskiert den Verlust nicht gespeicherter Daten oder einen sofortigen Neustart. Speichern Sie offene Dateien, bevor Sie einen Prozess beenden.

Häufige Fragen

+Welche Speicherauslastung ist im Task-Manager normal?

Im Leerlauf sind 30 bis 50 Prozent üblich. Bleibt der Wert dauerhaft über 90 Prozent, liegt entweder ein Speicherleck vor oder der verbaute RAM reicht für Ihre Arbeit nicht aus.

+Was ist ein Speicherleck und wie erkenne ich es?

Ein Leck entsteht, wenn ein Programm angeforderten Speicher nach der Arbeit nicht an Windows zurückgibt. Deutlichstes Zeichen: Der Speicherwert eines Prozesses steigt binnen Minuten weiter, obwohl Sie nichts tun.

+Ist es schädlich, Autostart-Apps zu deaktivieren?

Nein, die Anwendung wird nicht gelöscht, sie startet nur nicht mehr automatisch mit Windows. Sie können sie jederzeit manuell öffnen. Virenschutz und Treibersoftware sollten aktiviert bleiben.

+Was tun, wenn Task beenden nicht funktioniert?

Notieren Sie die PID auf der Registerkarte Dienste und führen Sie in der als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung taskkill /F /PID Nummer aus. Bei einem Zugriffsfehler fehlen die Administratorrechte.

+Bringen Programme zum RAM-Bereinigen etwas?

Meist nicht, Windows verwaltet den Arbeitsspeicher selbst. Den auffälligen Prozess im Task-Manager zu finden und zu beenden ist sicherer und wirksamer als solche Tools.

Quellen und Prüfung

Zuletzt geprüft: 13 Eylül 2026. sag uns Bescheid. Menü- und Tastenbezeichnungen entsprechen der deutschen Windows-Oberfläche; unter Windows 10 heißt Autostart-Apps noch Autostart.

Dieser Inhalt dient der Information; bei Behördengängen gelten die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle. Details: Haftungsausschluss.

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