Wie sichere ich Dateien kostenlos in Cloud und Festplatte?
Mit 15 GB Google Drive, 5 GB OneDrive und einer externen Festplatte ein wöchentliches Backup für Fotos und Dokumente einrichten.

Kurze Antwort
Nach der 3-2-1-Regel arbeiten: Original auf dem PC, eine Kopie auf der externen Festplatte, eine in der Cloud. Mit Google Drive für Desktop die Ordner Dokumente und Bilder in die kostenlosen 15 GB synchronisieren; für die Festplatte den Dateiversionsverlauf oder FreeFileSync wöchentlich planen. Einrichtung rund 40 Minuten, erstes Vollbackup 1-3 Stunden, spätere Läufe 5-10 Minuten.
Das brauchst du
Schritt für Schritt
Ordner festlegen und Größe messen
Im Explorer auf Dokumente, Bilder, Desktop und Downloads jeweils rechtsklicken, Eigenschaften öffnen und den GB-Wert in der Zeile "Größe" notieren. Bleibt die Summe unter 15 GB, reicht ein Cloud-Konto; darüber Fotos zu Google Drive und Dokumente zu OneDrive aufteilen. Ohne diese Messung wissen Sie nicht, welcher Gratisspeicher reicht.
Festplatte formatieren und Ordner anlegen
Platte anschließen, im Explorer rechtsklicken und Formatieren wählen. Nur für Windows NTFS, für den Austausch mit dem Mac exFAT; Größe der Zuordnungseinheit auf Standard lassen, "Schnellformatierung" aktiviert lassen. Danach einen einzigen Hauptordner wie BACKUP-2026 anlegen, in den alle Sicherungen wandern.
Google Drive für Desktop einrichten
Drive für Desktop von google.com/drive/download installieren und mit dem Google-Konto anmelden. Über das Drive-Symbol neben der Uhr auf Zahnrad > Einstellungen > Mein Computer > Ordner hinzufügen die Ordner Dokumente und Bilder wählen und "In Google Drive sichern" aktivieren. Nach Speichern läuft der erste Upload; 20 GB brauchen zu Hause meist eine Nacht.
Dateiversionsverlauf auf die Platte legen
Systemsteuerung > System und Sicherheit > Dateiversionsverlauf öffnen, mit "Laufwerk auswählen" die externe Platte markieren und Einschalten drücken. Unter Erweiterte Einstellungen "Kopien von Dateien speichern" auf Stündlich und "Gespeicherte Versionen behalten" auf 1 Jahr setzen. Am Mac heißt das Systemeinstellungen > Allgemein > Time Machine.
Spiegelung mit FreeFileSync planen
In FreeFileSync links den Quellordner (z. B. C:\Users\name\Bilder) und rechts BACKUP-2026 auf der Platte wählen. Im grünen Zahnrad den Modus "Spiegel" setzen, dann Vergleichen und Synchronisieren. Job über "Speichern unter > Batch-Job" als .ffs_batch ablegen und in der Aufgabenplanung wöchentlich starten, etwa samstags 20 Uhr.
Platte und sensible Dateien verschlüsseln
Unter Windows Pro auf das Laufwerk rechtsklicken, "BitLocker aktivieren" wählen und den Wiederherstellungsschlüssel im Microsoft-Konto speichern. In der Home-Version oder am Mac einen verschlüsselten Container mit dem kostenlosen VeraCrypt anlegen. Ausweise, Verträge und Bankunterlagen wären sonst bei Verlust der Platte im Klartext lesbar.
Rücksicherung testen und Termin setzen
Drei zufällige Dateien von der Platte auf den Desktop kopieren und öffnen; lässt sich eine nicht öffnen, ist das Backup wertlos. Denselben Test mit einer Datei aus drive.google.com machen. Im Handykalender eine Erinnerung "Backup-Test" alle drei Monate anlegen, sie kostet 10 Minuten.
Tipps
Achtung
Der häufigste Fehler ist das Vertrauen auf eine einzige Kopie. Cloud-Synchronisierung ist kein Backup: Was Sie am PC löschen, verschwindet auch in der Cloud, und im Papierkorb von Google Drive bleibt es nur 30 Tage. Halten Sie die Kopie auf der externen Platte deshalb getrennt und arbeiten Sie dort mit Spiegel oder Archiv statt mit Synchronisierung.
Häufige Fragen
+Reicht ein USB-Stick statt einer externen Festplatte?
Für ein kleines Dokumentenarchiv ja, für langfristige Backups nicht: Sticks fallen schneller aus und gehen verloren. Ab 100 GB ist eine 1-TB-Festplatte sicherer und pro GB günstiger.
+Wie lange dauert das erste Backup?
Auf die externe Platte laufen 100 GB per USB 3.0 in etwa 20-40 Minuten. In die Cloud dauert dieselbe Menge bei 10 Mbit/s Upload über 24 Stunden, lassen Sie den PC nachts an.
+SSD oder HDD kaufen?
Für ein Backup, das im Schrank liegt, genügt eine HDD und bietet fürs gleiche Geld die 2-3-fache Kapazität. Wer die Platte oft transportiert, nimmt die stoßfestere SSD.
+Was tun, wenn die 15 GB nicht reichen?
Videos nur auf die externe Platte legen und in der Cloud allein Dokumente und Fotos halten. Ein zweites Gratiskonto (OneDrive 5 GB, Mega 20 GB) vergrößert den Platz ohne Kosten.
+Woher weiß ich vor einer Neuinstallation, dass das Backup vollständig ist?
Vergleichen Sie vor dem Formatieren die Ordnergröße auf der Platte mit dem Original und öffnen Sie die drei größten Dateien von der Platte. Stimmen die Größen und öffnen sich die Dateien, ist das Backup vollständig.
Quellen und Prüfung
Zuletzt geprüft: 15. September 2026. sag uns Bescheid. Menü- und Tastenbezeichnungen beziehen sich auf deutschsprachige Windows-11- und macOS-Oberflächen.
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